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Affiliate Programm von Ralf Schmitz: digitale Produkte mit 50 Prozent bewerben

Wer von physischen Produkten kommt, unterschätzt regelmäßig, wie anders die Margen bei digitalen Produkten aussehen, das war jedenfalls bei mir so, als ich zum ersten Mal die Konditionen im Partnerprogramm von Ralf Schmitz durchgerechnet habe. Bei Amazon FBA oder Dropshipping freut man sich oft schon über zweistellige Prozentmargen, die überhaupt für Affiliate-Provisionen übrig bleiben, hier sieht die Rechnung komplett anders aus. Erst beim Nebeneinanderlegen der Zahlen aus dem Partnerprogramm von Ralf Schmitz ist mir wirklich aufgefallen, wie stark sich das auf die Anzahl der nötigen Verkäufe auswirkt, um überhaupt in eine relevante Größenordnung zu kommen.

Der Grund dafür ist eigentlich simpel, wenn man ihn sich einmal bewusst macht. Ein physisches Produkt kostet pro Stück Geld, in der Herstellung, in der Verpackung, im Versand, dazu kommt Lagerhaltung und nicht selten eine Quote an Retouren, die wieder abgezogen werden muss. Von dem, was am Ende übrig bleibt, kann ein Händler dann Affiliates bezahlen, und das ist entsprechend wenig. Ein digitales Produkt dagegen wird einmal erstellt und danach beliebig oft ausgeliefert, ohne dass beim einzelnen Verkauf nennenswerte Kosten entstehen. Kein Lager, keine Versandkosten, keine Ware, die irgendwo physisch existieren muss. Genau diese fehlende Kostenstruktur ist der Grund, warum ein Anbieter wie Ralf Schmitz seinen Partnern 50 Prozent vom Verkaufspreis überlassen kann, ohne dass unter dem Strich nichts mehr übrig bleibt.

Zur Einordnung, falls hier noch nicht jeder mit dem Programm vertraut ist: Angemeldet ist man kostenlos, ohne Bewerbung und ohne manuelle Prüfung, danach ist der Zugriff auf rund 200 Produkte aus dem Portfolio freigeschaltet, mit einer einzigen Anmeldung. Die Provision liegt dabei in den meisten Fällen bei den erwähnten 50 Prozent vom Verkaufspreis. Abgerechnet wird zentral über Digistore24, von der Rechnungsstellung bis zur Auszahlung, was gerade für dieses Board hier relevant sein dürfte, weil viele ohnehin schon mit der Plattform arbeiten.

Die Rechnung an drei Beispielpreisen

Um das nicht nur zu behaupten, sondern nachvollziehbar zu machen, hier die Provision bei den Preispunkten, wie sie im Programm tatsächlich vorkommen:

  • 97 € Verkaufspreis → 48,50 € Provision je Verkauf
  • 297 € Verkaufspreis → 148,50 € Provision je Verkauf
  • 599 € Verkaufspreis → 299,50 € Provision je Verkauf

Was das für die nötige Verkaufsmenge bedeutet, wird schnell klar, wenn man es gegen physische Ware stellt. Bei einer Marge von vielleicht 8 bis 10 Prozent, wie sie im Handel mit physischen Produkten oft realistisch ist, müsste man für dieselbe Provisionssumme wie bei einem einzigen 599-Euro-Verkauf hier ein Vielfaches an Einzelverkäufen bewegen, inklusive Kundenservice, Versandabwicklung und Retourenquote obendrauf. Bei den digitalen Produkten reichen dagegen wenige Verkäufe im oberen Preissegment, um auf eine Provisionssumme zu kommen, für die man bei physischer Ware zwei- oder dreistellig viele Einheiten verkaufen müsste. Das eigentlich Interessante daran ist aus meiner Sicht nicht der Prozentsatz allein, sondern die Kombination aus hoher Marge und Preispunkten im dreistelligen Bereich, die zusammen die nötige Stückzahl deutlich senken.

Fair bleiben möchte ich trotzdem: Ohne eigene Reichweite oder wenigstens einen Kanal, über den Traffic entsteht, verkauft sich dadurch kein einziges Produkt von selbst, das gilt hier genauso wie bei jedem anderen Partnerprogramm. Die Rechnung oben zeigt nur, wie wenige Verkäufe nötig sind, sobald überhaupt jemand kauft, sie ersetzt nicht die Arbeit, die davor liegt. Werbemittel wie Banner, Grafiken und E-Mail-Vorlagen liegen zwar fertig bereit, aber die Leute vor diese Werbemittel zu bekommen, bleibt weiterhin die eigene Aufgabe.

Wer sich die Konditionen selbst genauer ansehen möchte, findet die kostenlose Registrierung zum Partnerprogramm in wenigen Minuten erledigt, ganz ohne Bewerbung oder Wartezeit.

Wie kalkuliert ihr das für euch, wenn digitale Produkte mit hoher Provision zur Wahl stehen, entscheidet bei euch eher der Preis pro Verkauf oder bevorzugt ihr trotzdem die höhere Stückzahl bei kleineren Margen?