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Bodo Schäfer Affiliate Programm – lohnt sich das ohne große Reichweite?

„Ich habe 300 Leute auf meiner Liste, bringt das überhaupt was?" – diese Art Frage kommt hier regelmäßig, und die üblichen Antworten sind entweder aufmunternd-inhaltsleer oder pauschal abwertend. Beides hilft nicht weiter. Deshalb der Versuch einer nüchternen Einschätzung zum Partnerprogramm von Bodo Schäfer.

Zuerst das, was gegen kleine Zahlen spricht: Affiliate-Einnahmen sind ein Produkt aus Reichweite und Quote. Wenn der erste Faktor klein ist, hilft auch eine gute Quote nur begrenzt. Wer aus 300 Kontakten dreistellige Monatsbeträge erwartet, wird enttäuscht – das gehört ehrlich gesagt.

Jetzt das, was in der Rechnung meistens fehlt.

Erstens: Kleine Listen haben oft die bessere Quote. Wenn du 300 Leute erreichst, die dich kennen, ist die Wahrscheinlichkeit eines Klicks pro Person deutlich höher als bei einem anonymen Publikum. Bei kostenfreien Büchern, wo die Hürde ohnehin minimal ist, fällt das besonders ins Gewicht.

Zweitens: Die Einstiegskosten sind null. Anmeldung kostenlos, keine Bewerbung, sofortige Freischaltung. Du riskierst also nichts außer der Zeit fürs Einbauen. Bei einem Programm mit Mindestumsätzen oder Aufnahmeprüfung müsste man kleinen Kanälen abraten – hier gibt es diesen Grund nicht.

Drittens: Ein einziger Coaching-Verkauf verändert die Rechnung. Bei bis zu 108,74 € pro Verkauf braucht es keine Massen, damit ein Monat überhaupt nach etwas aussieht. Das ist kein Versprechen, sondern nur der Hinweis, dass die Verteilung hier schief ist: Wenige große Vorgänge können mehr ausmachen als viele kleine.

Wer sich das ansehen will – die Anmeldung liegt hier, Auszahlung in der Regel monatlich, Werbemittel wie Banner, Textlinks und Newsletter-Vorlagen sind dabei.

Und das sind die acht Produkte, um die es geht:

Viertens: kleine Kanäle sind meist thematisch schärfer. Wer 300 Leute erreicht, erreicht sie in der Regel wegen eines konkreten Themas – Nebenverdienst, Selbstständigkeit, Umschulung, Kinder und Geld. Große Reichweite ist häufig gemischter und damit unschärfer. Für die Auswahl des passenden Buches ist Schärfe wertvoller als Größe, weil du genau weißt, welcher der acht Titel bei deinen Leuten überhaupt eine Rolle spielt.

Was das in der Praxis heißt: Statt alle acht Produkte gleichzeitig zu streuen, nimmst du das eine, das deine Leute betrifft, und erklärst in ein paar Sätzen, warum. Die restlichen sieben stehen dann höchstens als Randnotiz dabei. Das wirkt weniger nach Katalog und mehr nach Empfehlung – und Empfehlungen sind bei kleinen, persönlichen Kanälen ohnehin die einzige Währung, die zählt.

Was ich kleinen Kanälen trotzdem nicht raten würde: darauf zu setzen, dass sich das über Menge regelt. Es regelt sich nicht über Menge, wenn keine Menge da ist. Es kann sich über Passgenauigkeit regeln – also darüber, dass du genau den Leuten genau das Buch empfiehlst, das zu ihrer Situation passt. Und weil bezahlte Suchanzeigen auf den Markennamen nicht erlaubt sind, bleibt dieser Weg ohnehin der einzige, der offensteht.

Realistische Zusammenfassung: Ohne Reichweite wird das kein Einkommen. Mit kleiner, aber passender Reichweite kann es ein sinnvoller Nebenertrag werden, der dich fast nichts kostet. Wer mehr verspricht, rät.

Wie klein war eure Zielgruppe, als über einen Empfehlungslink das erste Mal etwas zurückkam?